Wohnungsnot
„Wohnungen von 2-4 Zimmern, in denen 6-11 Personen zusammen wohnen und schlafen, die teilweise schon an Tuberkulose erkrankt sind und die übrigen Familienmitglieder mit Ansteckung bedrohen, gehören nicht zur Seltenheit. Die Ämter stehen bei der jetzigen Wohnungsnot machtlos solchen Zuständen gegenüber.“ So schrieben die Düsseldorfer Nachrichten am 2. März 1919.
Mit dem Kriegsende verschärfte sich die Wohnungslage ins Unerträgliche. Viele Männer kamen als Kriegsinvaliden zurück und konnten keiner ausreichenden Erwerbstätigkeit nachgehen. Unzählige Familien hatten mit den Männern den einzigen Geldverdiener verloren und kämpften um ihre nackte Existenz. Hinzu kam die Besatzung nach den Ersten Weltkrieg, die über 3.700 Wohnungen in der Stadt beschlagnahmte. Die zeitweise kritische Wirtschaftslage mit ihren Krisen wie Massenarbeitslosigkeit und Inflation wirkte sich ebenfalls negativ auf die Wohnraumsituation aus.
Der Staat und die Kommunen sahen sich nun erstmalig dazu gezwungen, massiv am Wohnungsmarkt zu intervenieren, um den geschätzten Mangel von 1,5 Millionen Wohnungen zu beheben. Besonders in der zweiten Jahrzehnthälfte entstand in Düsseldorf dann eine Reihe von Vorzeigebauten des sozialen Wohnungsbaus. Insgesamt wurden zwischen 1926 und 1932 ca. 17.000 preisgünstige Wohnungen für 60.000 Menschen errichtet. Das entsprach der damaligen Einwohnerzahl von Neuss.
Mit dem Kriegsende verschärfte sich die Wohnungslage ins Unerträgliche. Viele Männer kamen als Kriegsinvaliden zurück und konnten keiner ausreichenden Erwerbstätigkeit nachgehen. Unzählige Familien hatten mit den Männern den einzigen Geldverdiener verloren und kämpften um ihre nackte Existenz. Hinzu kam die Besatzung nach den Ersten Weltkrieg, die über 3.700 Wohnungen in der Stadt beschlagnahmte. Die zeitweise kritische Wirtschaftslage mit ihren Krisen wie Massenarbeitslosigkeit und Inflation wirkte sich ebenfalls negativ auf die Wohnraumsituation aus.
Der Staat und die Kommunen sahen sich nun erstmalig dazu gezwungen, massiv am Wohnungsmarkt zu intervenieren, um den geschätzten Mangel von 1,5 Millionen Wohnungen zu beheben. Besonders in der zweiten Jahrzehnthälfte entstand in Düsseldorf dann eine Reihe von Vorzeigebauten des sozialen Wohnungsbaus. Insgesamt wurden zwischen 1926 und 1932 ca. 17.000 preisgünstige Wohnungen für 60.000 Menschen errichtet. Das entsprach der damaligen Einwohnerzahl von Neuss.
