Wilhelm Schäfer, ein gern gesehener Gast
Der Schriftsteller war oft in Haus Poggfred zu Gast, ein Freund des Hauses. Aufgrund seiner völkisch-nationalen Haltung ist er heute sehr umstritten.
Wilhelm Schäfer, 1863 -1953
Mit Wilhelm Schäfer ist es nicht leicht. Durchaus ein sehr verdienter Schriftsteller, ist er heute umstritten. Mit seinem Buch „Die dreizehn Bücher der deutschen Seele“ von 1922 gehörte er zu den populärsten völkisch-nationalen Autoren der Weimarer Republik und der NS-Zeit.
1871 zog seine Familie nach Gerresheim, wo Schäfer die evangelische Volksschule besuchte. Von 1890 bis 1897 arbeitete er als Lehrer im Bergischen. In dieser Zeit begann er, literarische Werke zu veröffentlichen. Von 1900 bis 1922 gab er die wichtige Kulturzeitschrift „Die Rheinlande“ heraus.
Der Freund von Hermann Hesse war selbst nie Mitglied der NSDAP, unterstützte aber bereitwillig und aktiv die NS-Kulturpolitik. Hitler schätzte ihn sehr und nahm ihn im August 1944 in die „Gottbegnadeten-Liste“ der wichtigsten Schriftsteller auf. 1950 machten die Düsseldorfer Jonges ihn zum Ehrenmitglied, während in seinem Geburtsort Ottrau (Hessen) 1977 die Grundschule nach ihm benannt wurde. Als dort eine Diskussion um seine Rolle in der NS-Zeit und seine Mitwirkung an Formulierung und Propagierung der Ziele der NS-Kulturpolitik aufkam, entschloss man sich 2020 zur Aberkennung des Namens „mit sofortiger Wirkung“.
Wilhelm Schäfer, 1863 -1953
Mit Wilhelm Schäfer ist es nicht leicht. Durchaus ein sehr verdienter Schriftsteller, ist er heute umstritten. Mit seinem Buch „Die dreizehn Bücher der deutschen Seele“ von 1922 gehörte er zu den populärsten völkisch-nationalen Autoren der Weimarer Republik und der NS-Zeit.
1871 zog seine Familie nach Gerresheim, wo Schäfer die evangelische Volksschule besuchte. Von 1890 bis 1897 arbeitete er als Lehrer im Bergischen. In dieser Zeit begann er, literarische Werke zu veröffentlichen. Von 1900 bis 1922 gab er die wichtige Kulturzeitschrift „Die Rheinlande“ heraus.
Der Freund von Hermann Hesse war selbst nie Mitglied der NSDAP, unterstützte aber bereitwillig und aktiv die NS-Kulturpolitik. Hitler schätzte ihn sehr und nahm ihn im August 1944 in die „Gottbegnadeten-Liste“ der wichtigsten Schriftsteller auf. 1950 machten die Düsseldorfer Jonges ihn zum Ehrenmitglied, während in seinem Geburtsort Ottrau (Hessen) 1977 die Grundschule nach ihm benannt wurde. Als dort eine Diskussion um seine Rolle in der NS-Zeit und seine Mitwirkung an Formulierung und Propagierung der Ziele der NS-Kulturpolitik aufkam, entschloss man sich 2020 zur Aberkennung des Namens „mit sofortiger Wirkung“.
