Blutskapelle
Sie wird heute in einer filigranen gotischen Monstranz aus dem 15. Jahrhundert aufbewahrt und wurde bald Anlass der bekannten Gerresheimer Blutsprozession, die bis an den Niederrhein ausstrahlte und seit 1598 nachweisbar ist. Traditionell wird sie am Sonntag nach Fronleichnam gleichzeitig mit dem Schützenfest begangen. Allerdings dürfte die Prozession älter sein, da schon um 1500 eine Blutskapelle nachweisbar ist. Nach Ansicht des Rheinischen Amtes für Bodendenkmalpflege könnte die heutige Altarplatte noch aus diesem Vorgängerbau stammen. 1725 wurde die heutige Kapelle erbaut.
Nach der letzen Renovierung um 1950 verkam die Blutskapelle über die Jahre und geriet selbst im Bewusstsein der Gerresheimer fast in Vergessenheit. Erst auf Initiative der Gerresheimerin Ute Schulz konnte hier eine Änderung herbeigeführt werden. Durch ihren Einsatz wandelte sich die Einstellung zur Kapelle und die Sanierung konnte 2003 weitgehend durchgeführt werden.