„Qualität statt Luxus“. Das neue Verwaltungsgebäude.
Als Ersatz für das auf der Schadowstraße in Düsseldorf ebenfalls zerstörte Hauptbüro schuf man nach dem Krieg eine provisorische Verwaltung in der wieder aufgebauten Ruinen des Ferdinandheims. In einem Teil des Gebäudes residierte das portugiesische Konsulat.Der wirtschaftliche Aufschwung der Hütte führte 1960 zur Planung eines Neubaus. 1963 wurde der erste Bauabschnitt für ein neues Verwaltungsgebäude fertiggestellt. „Qualität statt Luxus“ titelte die Werkszeitschrift selbstbewusst. Dabei gab es in den hellen Großraumbüros eine weitverzweigte Rohrpostanlage, moderne Pausenräume mit Kaffeeautomaten sowie im Keller eine eigene Verbrennungsanlage für Müll und Akten.
Im zweiten Bauabschnitt folgte 1965 der Trakt zur Heyestraße hin mit einer markant gegliederten Fassade. Mit dem schleichenden wirtschaftlichen Niedergang der Hütte nach 1980 wurde der nun überdimensionierte Bürobau zu teuer.
1985 zog die Verwaltung deshalb in angemietete Büros nach Mörsenbroich. Die Gemeindeversicherung NRW übernahm die Räumlichkeiten, die später in Unfallkasse NRW umbenannt wurde. Sie blieb bis 2017.
Aktuelle Planungen sehen vor, dass der Komplex nach Umbau und teilweisem Neubau einer Wohnnutzung zugeführt werden.