Das Ende
Schon um das Jahr 1900 geriet die gesamte Seidenindustrie in eine erneute, diesmal schwere Krise. Weil die Mechanisierung inzwischen großflächig Einzug in die Seidenproduktion gehalten hatte, drängte immer mehr Konkurrenz auf den Markt. Diesem Druck versuchten die Seidenfabrikanten sich durch Verbilligung ihrer Produkte zur Wehr zu setzen.
Eines der Mittel war die zunehmende Verwendung von Schappe [ein minderwertigerer Seidenrohstoff], ein anderes die „Erschwerung“ der Seide durch den Einsatz von metallhaltigen Chemikalien bei der Produktion – die fertige Seide wog schwerer in der Hand als eigentlich nötig.
Diese Marktprobleme trafen sich mit einem beginnenden Umschwung in den Modegewohnheiten. Der Zug bewegte sich gerade weg von „schwerer“ Seide. Es kündigte sich allmählich die Abkehr vom mondänen Seidenoutfit der höheren Frauen und die Hinwendung zu leichterer und modernerer Alltagskleidung an.
Unterbrochen wurde dieser unabwendbare Drift zu einer Mode, die den Frauen eine deutlich größere Beweglichkeit ermöglichte als die Panzerungen der wilhelminischen Ära, nur noch durch den Tod der englischen Königin Victoria 1901, „was den Abfluss einer gewaltigen Menge schwarzer Stoffe zur Folge hatte“.
1908 war es dann soweit: Das Stammwerk in Hilden geriet in finanzielle Nöte und musste Teile des Gerresheimer Besitzes verkaufen.
Eines der Mittel war die zunehmende Verwendung von Schappe [ein minderwertigerer Seidenrohstoff], ein anderes die „Erschwerung“ der Seide durch den Einsatz von metallhaltigen Chemikalien bei der Produktion – die fertige Seide wog schwerer in der Hand als eigentlich nötig.
Diese Marktprobleme trafen sich mit einem beginnenden Umschwung in den Modegewohnheiten. Der Zug bewegte sich gerade weg von „schwerer“ Seide. Es kündigte sich allmählich die Abkehr vom mondänen Seidenoutfit der höheren Frauen und die Hinwendung zu leichterer und modernerer Alltagskleidung an.
Unterbrochen wurde dieser unabwendbare Drift zu einer Mode, die den Frauen eine deutlich größere Beweglichkeit ermöglichte als die Panzerungen der wilhelminischen Ära, nur noch durch den Tod der englischen Königin Victoria 1901, „was den Abfluss einer gewaltigen Menge schwarzer Stoffe zur Folge hatte“.
1908 war es dann soweit: Das Stammwerk in Hilden geriet in finanzielle Nöte und musste Teile des Gerresheimer Besitzes verkaufen.
