In-Treff An den Pöhlen

17.2 An den neuen Pöhlen
Wenn über das Leben im südlichen Gerresheim gesprochen wird, ist immer wieder die Rede von den Pöhlen. Aber was hat es damit auf sich?
 
Ursprünglich ein Bauernhof, dessen Ursprung unbekannt ist und der 1816 als Gut „an den Pöhlen“ genannt wird. Der Name ist entweder ein Hinweis auf das sumpfige Gelände („Pfuhl“) oder auf einen dort vorhandenen Grenzpfahl bzw. Grenzstein.
 
1840 wurde das „Haus an den Pöhlen“ „nebst 5 Morgen 145 Ruthen Garten, Ackerland und Wiese“ neu verpachtet. In der betreffenden Anzeige heißt es: „Das Haus ist der freundlichen Lage am Kommunal-Wege und der Nähe des Stations-Platzes der Eisenbahn wegen zur Wirthschaft sehr geeignet und hierzu bisher benutzt worden.“
 
Mit der Gründung der Glashütte 1864 wurde „die Pöhlen“ wohl zu einem wichtigen sozialen Treffpunkt. Hier trafen sich Vereine zu ihren Sitzungen, Parteien veranstalteten hier Vorträge und Diskussionen und nicht zuletzt traf sich hier die organisierte Arbeiterschaft, um über ihre Situation und mögliche Forderungen zu diskutieren.
 
Spätestens 1898 prangte dann über dem Eingang das Schild „Gasthof der Glashütte, Zu den neuen Pöhlen“. Im Kasino-Saal fanden Betriebsversammlungen und -feiern, Jubilarsehrungen und eine Vielzahl von Veranstaltungen für die Mitarbeiter statt. Dann wurde die Gaststäte 1972 aufgegeben, das Gebäude wurde abgerissen.
An den Pöhlen, 1898
Der Gasthof der Glashütte „An den Pöhlen“, 1898 (Sammlung Reichmann)
Kasino-Saal An den neuen Pöhlen, 1970
Mitarbeiterfeier im Kasino-Saal An den neuen Pöhlen, 1970 (Stadtarchiv Düsseldorf)