Der Hochbunker
In wortwörtlich kolossalem Gegensatz hebt sich der ehemalige Hochbunker an der Ecke Heye-/Nachtigallstraße von den geduckten Häuschen der Arbeitersiedlung ab. Er wurde 1941/42 unter menschenunwürdigen Bedingungen von Zwangsarbeitern und Kriegsgefangenen erbaut. Hinter meterdicken Mauern bot er etwa 2.000 Personen Schutz bei Bombenangriffen. Die zum Bau gezwungenen „Menschen zweiter Klasse“ durften nicht hinein und waren schutzlos. Über dem Eingang stand in großer Schrift die NS-Parole: „Männer von 16 bis 70 Jahren gehören in den Einsatz, nicht in den Bunker“.
Kurz vor Kriegsende, am 11. März 1945, kamen durch Artilleriebeschuss auf dem Bunker-Vorplatz 22 Personen, meist Kinder und Jugendliche, ums Leben. Eine Überlebende berichtete: „Am 11. März waren wir wie immer im Hochbunker, wir lebten dort. Es war ein schöner Sonnentag. Um 19.30 Uhr strömten viele Menschen aus dem Bunker. Plötzlich gab es einen riesigen weißen Blitz, ein Krachen, dann nur noch Schreie. Als ich erwachte, war mir bewusst, dass mein rechtes Bein abgerissen war. Ich lebte noch, aber wie sollte ich damit fertig werden, ich stand kurz vor meinem 16. Geburtstag. Meine Freunde, mein Beruf, wie würde mein Leben verlaufen?“.
Ab 2019 veränderte der Bunker sein Gesicht. Fenster wurden in den meterdicken Beton geschnitten, die Fassade wurde begrünt. Im Inneren entstanden Wohnungen und Jugend-Freizeiteinrichtungen. Die Schrecken des Krieges verblassen.
Kurz vor Kriegsende, am 11. März 1945, kamen durch Artilleriebeschuss auf dem Bunker-Vorplatz 22 Personen, meist Kinder und Jugendliche, ums Leben. Eine Überlebende berichtete: „Am 11. März waren wir wie immer im Hochbunker, wir lebten dort. Es war ein schöner Sonnentag. Um 19.30 Uhr strömten viele Menschen aus dem Bunker. Plötzlich gab es einen riesigen weißen Blitz, ein Krachen, dann nur noch Schreie. Als ich erwachte, war mir bewusst, dass mein rechtes Bein abgerissen war. Ich lebte noch, aber wie sollte ich damit fertig werden, ich stand kurz vor meinem 16. Geburtstag. Meine Freunde, mein Beruf, wie würde mein Leben verlaufen?“.
Ab 2019 veränderte der Bunker sein Gesicht. Fenster wurden in den meterdicken Beton geschnitten, die Fassade wurde begrünt. Im Inneren entstanden Wohnungen und Jugend-Freizeiteinrichtungen. Die Schrecken des Krieges verblassen.
