Razzia von Gerresheim Willi Kutz

Ab 1930 verschlechterte sich die politische Lage in Deutschland immer mehr. Es war herrschte eine fast bürgerkriegsartige Situation. Nationalsozialisten, allen voran mit ihren Schlägertruppen der SA, und Kommunisten lieferten sich gewalttätige und oft auch tödliche Straßenschlachten. Dabei stand in Düsseldorf häufig das „rote“ Gerresheim um die Glashütte im Mittelpunkt.
 
Nach der Machtübernahme sahen die Nazis nun die Gelegenheit, den kommunistischen Widerstand dort auszuhebeln. Am 5. Mai 1933 riegelten mehr als 3.000 Polizisten sowie SA- und SS-Leute die Glashüttensiedlung ab und durchsuchten mit äußerster Brutalität die Siedlung. Sie fanden bis auf Bücher und Flugblätter wenig. Die Waffen, die die SA in der Kanalisation fand, hatte sie selbst vorher dort deponiert.
Willy Kutz, damals ein junger Kommunist, erinnert sich:
Willy Kutz über die Razzia von Gerresheim