Die Haustypen der Arbeitersiedlung
Bereits mit Gründung der Glashütte 1864 entstanden die ersten Werkswohnungen in eingeschossiger Bauweise für je eine Familie. Mit Anwachsen des Werkes kamen flächenmäßig größere Gebäude mit zwei Wohnungen hinzu. Beim sogenannten Haustyp III ab 1888 lagen dann schon die Stallungen und das Plumsklo separat hinter dem Haus, ein wahrer Wohnkomfort. Diese Häuser hatten bereits zwei bis drei Geschosse und konnten von sechs Familien bewohnt werden. Je nach Alter und Lage bekamen die in sich abgeschlossenen Wohnviertel Namen wie Altstadt, Neustadt oder Siedlung Nachtigall. Südlich der trennenden Bahnlinie kamen nach 1890 in bis zu dreigeschossiger Bauweise die Häuser entlang der Höherhofstraße hinzu.
Eine Ausnahme bildete die sogenannte Meistersiedlung von 1904 an der Höherhofstraße. Für die höherdotierten Beamten und Meister des Werkes wurden sie eigens von einem Architekten im aufgelockerten Englischen Stil als Gartenstadt mit Fachwerk, verschiedenen Giebelformen, Zierputz und großzügigen Innenhöfen gestaltet.
Eine Ausnahme bildete die sogenannte Meistersiedlung von 1904 an der Höherhofstraße. Für die höherdotierten Beamten und Meister des Werkes wurden sie eigens von einem Architekten im aufgelockerten Englischen Stil als Gartenstadt mit Fachwerk, verschiedenen Giebelformen, Zierputz und großzügigen Innenhöfen gestaltet.
