Brücke über den Gleisen

23.4 Point of Interest
Nur einige Meter östlich des Bahnhofs quert eine Brücke die Eisenbahnstrecke Düsseldorf – Wuppertal. Von hier lässt sich die historische Situation nachvollziehen. 1838 fuhr die Düsseldorf-Elberfelder Eisenbahn zunächst nur zwischen Düsseldorf und Erkrath. Die Bewältigung der Steigung zwischen Erkrath und Hochdahl, lange Zeit die steilste Eisenbahnstrecke Deutschlands, war technisch anspruchsvoll und dauerte länger.
 
Aber 1838 wollte man auf jeden Fall aus Prestigegründen die erste Eisenbahn fahren lassen, bevor die Konkurrenten wie die Köln-Mindener an den Start gehen konnten. Heute noch sieht das Tal Richtung Erkrath kaum anders aus als im Jahre 1838. Nach Osten Richtung Düsseldorf markiert das Hochhaus der Deutschen Rentenversicherung am Graf-Adolf-Platz den Ort, wo sich damals der Düsseldorfer Bahnhof befunden hat.
 
Unterhalb der Brücke zweigen die Gleise der S28 Richtung Mettmann ab. 1873 ging die Strecke der Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft von Düsseldorf-Derendorf über Gerresheim, Mettmann und Elberfeld nach Dortmund-Süd. Sie lief dabei ein langes Stück parallel zur heutigen Strecken, der damaligen Düsseldorf-Elberfelder, bzw. Bergisch-Märkischen. Ab 1880 wurde die beiden Gerresheimer Strecken bis zum heutigen Bahnhof zusammengelegt, bevor sie sich in Richtung Wuppertal und Mettmann trennen.