Die Nachtigall

Im Schatten des ehemaligen Hochbunkers an der Heyestraße liegt die Nachtigallstraße, benannt nach einem leider abgerissenen alten Fachwerkhaus. An der Ecke zur Büdingerstraße befindet sich von 1890 bis heute die Gaststätte „Zur Nachtigall“.
 
Unter dem legendären Wirt Karl Haumann war sie ein beliebter Feierabend-Treff der Glasmacher und vieler Hötter Originale. An Löhnungstagen standen die Ehefrauen vor der Wirtschaft und fingen ihre Männer ab, damit sie ihr Geld nicht in flüssige Währung umtauschten. Im angebauten Saal der „Nachtigall“ wurden im „Schluppen-Kino“ bis in die 1950er Jahre hinein nicht ganz jugendfreie Filme gezeigt. Sehr beliebt waren auch die „Fuzzi-Western“. Heute können Sie in der Gaststätte Nudelgerichte und Pizza genießen.
Die Nachtigall, um 1925
Die Gaststätte „Nachtigall“ um 1925 (Archiv O. Reichmann)