Was von Peter Jorissens Ziegelei übrig blieb

3.3 Was von Peter Jorissens Ziegelei...
Obwohl die Ziegelei von Peter Jorissen die erste war, die am Fuße des Gallbergs den Betrieb einstellte, sind von ihr noch eindrucksvolle Reste sichtbar. Das ist insofern bemerkenswert, als dass von den anderen Ziegeleien, mit Ausnahme der teilweise erhaltenen Brennkammer der Ziegelei Sassen und deren Kamin, gar nichts mehr vorhanden ist. Aber was sind das für Mauer- und Fundamentreste, die sich hier am Wegesrand oder im Wald befinden?
 
Ein paar Mauerfragmente, verrostete Eisenbolzen, schwere Fundamente. Auf den ersten Blick ist das, was sich hier am Wegesrand und im Wald befindet, schnell zu übersehen. Rein gar nichts deutet auf eine ehemalige Ziegelei hin. Erst alte Landkarten offenbaren: Hier standen der Ringofen und dessen Peripherie von Peter Jorissen.
 
Während die Ziegeleien in der unmittelbaren Nähe im Laufe der Jahrzehnte abgerissen und überbaut wurden, war es der Wald, der das komplette Verschwinden der Ziegelei Jorissen verhinderte. Im Jahr 2008 begann eine Gruppe ehrenamtlicher Archäologen des Amts für Bodendenkmalpflege im Rheinland mit der Vermessung der steinernen Zeugen. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, welche Funktion die Reste ursprünglich hatten.
 
Die Antwort darauf gab es im Stadtarchiv Düsseldorf, wo eine umfangreiche Akte über die Ziegelei Jorissen gefunden wurde. Die Bauakte zeigte, welche Funktionen die Hinterlassenschaften im Wald einst hatten.
 
Dort, wo die massiven Fundamente stehen, befanden sich die Ziegelpresse und deren Transmission. Direkt daneben standen das Kesselhaus sowie die Dampfmaschine. Einige Meter weiter, wo sich heute der Spielplatz befindet, stand ursprünglich der Ringofen. Die Trockenschuppen befanden sich zwischen Ringofen und Ziegelpressen, aus heutiger Sicht ebenfalls im Wald. Von diesen ist allerdings nichts übrig geblieben.