Was von Peter Jorissens Ziegelei übrig blieb
Ein paar Mauerfragmente, verrostete Eisenbolzen, schwere Fundamente. Auf den ersten Blick ist das, was sich hier am Wegesrand und im Wald befindet, schnell zu übersehen. Rein gar nichts deutet auf eine ehemalige Ziegelei hin. Erst alte Landkarten offenbaren: Hier standen der Ringofen und dessen Peripherie von Peter Jorissen.
Während die Ziegeleien in der unmittelbaren Nähe im Laufe der Jahrzehnte abgerissen und überbaut wurden, war es der Wald, der das komplette Verschwinden der Ziegelei Jorissen verhinderte. Im Jahr 2008 begann eine Gruppe ehrenamtlicher Archäologen des Amts für Bodendenkmalpflege im Rheinland mit der Vermessung der steinernen Zeugen. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, welche Funktion die Reste ursprünglich hatten.
Die Antwort darauf gab es im Stadtarchiv Düsseldorf, wo eine umfangreiche Akte über die Ziegelei Jorissen gefunden wurde. Die Bauakte zeigte, welche Funktionen die Hinterlassenschaften im Wald einst hatten.
Dort, wo die massiven Fundamente stehen, befanden sich die Ziegelpresse und deren Transmission. Direkt daneben standen das Kesselhaus sowie die Dampfmaschine. Einige Meter weiter, wo sich heute der Spielplatz befindet, stand ursprünglich der Ringofen. Die Trockenschuppen befanden sich zwischen Ringofen und Ziegelpressen, aus heutiger Sicht ebenfalls im Wald. Von diesen ist allerdings nichts übrig geblieben.