Ende und Umwidmung des Klosters

7.1 Ende und Umwidmung des Klosters
Im Zuge der Säkularisation wurde das Kloster Katharinenberg 1803 aufgelöst. Der Grundbesitz war recht gering und die jährlichen Einnahmen von 1500 bis 1800 Talern reichten nicht zum Unterhalt für die zwölf Bewohnerinnen. Nach 1815 ging die Verwaltung und damit auch die Durchführung der Auflösung des Klosters Katharinenberg an Preußen über. Man ließ die Institution weiterhin bestehen und die verbliebenen Nonnen wohnen.
 
Die preußische Verwaltung begann schließlich 1829 mit einer Inventarisierung des Klosters, nach deren Abschluss die Klostergebäude 1833 als Gnadengeschenk des Königs an die Stadt Gerresheim übertragen wurden. Die letzten Bewohner starben im Jahr 1834.
 
Da die Stadt Gerresheim finanziell nicht in der Lage war, die Gebäude zu unterhalten, veräußerte die Verwaltung ab 1844 Teile der Gebäude, nur einige Räumlichkeiten wurden für die Nutzung durch das Bürgermeisteramt umgebaut.
 
Ab Mai 1845 wurde dort eine Drahtstiftefabrik durch die Firma „Frieding & Goebels“ eingerichtet. Während Johann Joseph Göbbels aus Düsseldorf stammte, war der Investor Heinrich Frieding aus dem westfälischen Datteln zugezogen. In Teilen des ehemaligen Klosters waren die Geschäfts- und Verwaltungsräume untergebracht, die Produktion von Drahtstiften befand sich in eigens errichteten Anbauten an der Rückseite. Hugo Wilhelm von Gahlen übernahm die Fabrik bereits 1848. Als er 1856 nach Düsseldorf zog, übergab er den Betrieb an seinen Vetter Emil von Gahlen. Hier waren 1862 bereits 32 Mitarbeiter beschäftigt.
 
1861 gründete von Gahlen gemeinsam mit Heinrich Frieding noch eine Nietenfabrik, die sich auf Nieten für Dampfkessel spezialisierte. Um 1900 gingen die Werke in den „Düsseldorfer Eisen- und Walzwerken“ auf.
Totenzettel Maria Crescentia Korn
Totenzettel des letzten Oberin des Klosters Katharinenberg Maria Crescentia Korn, die am 23. Mai 1834 verstorben ist. (Pfarrarchiv St. Margareta)